Heinz Spielmann
Klaus Jürgen Sembach
Peter Hassenpflug
Philipp Luidl
Rüdiger Joppien
Die Wege zum Stadium der Reife sind manigfaltig, oft verschlungen, gelegentlich – wenn zu kurz – auch tödlich. Künstler-Biographien spiegeln das deutlich genug. Schön ist es, wenn der Verlauf stetig ist und ohne Abirrungen. So kann die relative Zurückgezogenheit einer kunsthandwerklichen Betätigung gut ohne die Belastung einer exaltierten Öffentlichkeit auskommen. Moden lauern natürlich auch hier. Trotzdem: Der Kosmos ist intimer, der Zweck fordernder und der Entgelt sachlicher.
Umkreisen wir nun nicht länger den eigentlichen Anlaß mit Allgemeinheiten, und stellen wir jetzt folglich fest, daß Christa Lühtje heute mit sechzig Jahren besonders schöne und bestechend einfache Dinge verfertigt. Freunde und treue Kunden haben ihre Entwicklung schon lange verfolgt, für mich verkürzte sich die Beobachtung auf die jüngere Zeit. Das machte jedoch das Kennenlernen dramatischer und zwang zu einer Anschaulichkeit, die präziser und ohne Umschweife zu sein hatte. Das ist natürlich nur möglich mit einem klugen Gegenüber und in einer klar bestimmten Umgebung.
Das machte jedoch das Kennenlernen dramatischer und zwang zu einer Anschaulichkeit, die präziser und ohne Umschweife zu sein hatte. Das ist natürlich nur möglich mit einem klugen Gegenüber und in einer klar bestimmten Umgebung.
Schon im Herbst 2001 hatte ich mich bei der Einrichtung der Jubiläumsausstellung des Bayerischen Kunstgewerbevereins gefragt, ob Christa Lühtje als erste Goldschmiedin darauf gekommen ist,Ringe in mehrere parallel geführte und identisch angefertigte Teile zu zerlegen. Das scheint so zu sein.
Ihr Einfall – der natürlich nur denkbar ist am Ende einer langen Reflektion – ist so wunderbar überzeugend,weil er das Objekt »Ring« so viel reicher und vielgestaltiger macht als bisher gewohnt. Zudem ist er von geradezu grundsätzlicher Bedeutungsschwere, denn er verleiht dem Kunsthandwerk eine erneute Berechtigung.
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